Deutschland stellt Nationalen Wasserstoffrat neu auf
Am 10. Juni 2026 hat die deutsche Bundesregierung eine von der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, vorgelegte Reform des Nationalen Wasserstoffrats (NWR) beschlossen. Mit ihr wird der 2020 im Zuge der Nationalen Wasserstoffstrategie berufene Rat organisatorisch und strategisch an die veränderten Herausforderungen des Markthochlaufs angepasst. Konkret sollen die wirtschaftliche Expertise des Gremiums gestärkt, sein Mandat auf Wasserstoffderivate und weitere Moleküle erweitert, die Arbeit enger mit den Prioritäten der Bundesregierung verzahnt und die Gremienstruktur insgesamt verschlankt werden.
Die bisherigen Mitgliedschaften enden mit 30. Juni 2026, die letzte Sitzung in der aktuellen Zusammensetzung – noch unter dem amtierenden Vorsitzenden Felix Christian Matthes – findet am 18. Juni 2026 statt. Die im Einvernehmen mehrerer Ministerien erlassene neue Satzung tritt am 1. Juli 2026 in Kraft und ermöglicht die anschließende Berufung neuer Mitglieder, womit auch der Vorsitz neu besetzt wird.
Kurz vor der beschlossenen Neuaufstellung war der NWR auch in Wien zu Gast: Ende Mai besuchten der Vorsitzende Felix Christian Matthes und Kirsten Westphal die Sitzung des HyPA-Beirats. In einer ausführlichen Präsentation stellten sie Rolle, Arbeitsweise und Veröffentlichungen des Rates sowie den Stand des Wasserstoffhochlaufs in Deutschland vor. Zu diesen Veröffentlichungen zählen neben Studien auch Stellungnahmen und Positionspapiere sowie Informations- und Grundlagenpapiere.
Im Anschluss wurde über zentrale Fragen des Wasserstoffhochlaufs diskutiert, von der zeitlichen und räumlichen Strukturierung über die Rolle heimischer Projekte bis hin zur Bedeutung von Wasserstoff für Resilienz und Energiesouveränität. Der HyPA-Beirat und der NWR haben vereinbart, ihren Austausch künftig zu vertiefen.