EIB-Darlehen über 450 Mio. Euro für OMV-Elektrolyseanlage
Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der OMV ein Darlehen in Höhe von 450 Mio. Euro für den Bau der Elektrolyseanlage in Bruck an der Leitha zur Verfügung. Die Anlage mit 140 MW Leistung befindet sich seit dem Spatenstich im September 2025 in Bau. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt laut OMV 600 Mio. Euro. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen. Produziert werden sollen bis zu 23.000 Tonnen erneuerbarer Wasserstoff pro Jahr, der über eine 22 Kilometer lange Pipeline zur Raffinerie Schwechat transportiert werden soll. Damit wird die Anlage die größte ihrer Art in Österreich sein und zu den größten in Europa zählen.
Der Wasserstoff soll fossil erzeugten Wasserstoff in der Raffinerie ersetzen und rund ein Drittel des dortigen Wasserstoffbedarfs decken. Die OMV rechnet auf Basis interner Berechnungen mit einer Reduktion von rund 150.000 Tonnen CO₂ pro Jahr, was etwa zehn Prozent der derzeitigen direkten Emissionen der Raffinerie Schwechat entspricht. Laut EIB-Vizepräsident Karl Nehammer legt die Investition zudem die Grundlage für die künftige Produktion nachhaltiger Flugkraftstoffe. Am Standort Schwechat betreibt die OMV bereits eine 10-MW-Elektrolyseanlage, die seit April 2025 in Betrieb ist.
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Reinhard Florey (OMV) und Karl Nehammer (EIB)
Bild: OMV Aktiengesellschaft