Liquid Hydrogen Lab entsteht in Enns

Das Hydrogen Research Center Austria (HyCentA) errichtet in Enns ein neues Forschungs- und Testzentrum für Flüssigwasserstoff. Die Investition beläuft sich auf rund 6,6 Millionen Euro und wurde durch eine F&E-Infrastrukturförderung des Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) im Rahmen des FFG-Programms „Energieforschung 2024 FTI-Fokusinitiativen“ ermöglicht. Die Inbetriebnahme des Liquid Hydrogen Lab (LHL) ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. 

Forschungsinfrastruktur für Flüssigwasserstoff

Das Liquid Hydrogen Lap (LHL) wird eine hochspezialisierte Forschungs- und Testinfrastruktur für Flüssigwasserstoff und kryogene Technologien bieten und stellt für das HyCentA eine strategische Ergänzung zu den bestehenden Aktivitäten in Graz dar. Im neuen Labor sollen Materialien, Komponenten und komplette Systeme unter realitätsnahen Bedingungen bei Temperaturen von rund -253 Grad Celsius getestet werden. Konkret sind Untersuchungen an Pumpen, Speichern, Sensoren und Betankungs- und Antriebssystemen geplant. Insbesondere Anwendungen für Industrie, Schwerverkehr, Luftfahrt und Schifffahrt stehen im Mittelpunkt.  

Beitrag zur Wasserstoff-Offensive OÖ 2030

Das Liquid Hydrogen Lab gilt als wichtiger Baustein der oberösterreichischen Wasserstoff-Offensive OÖ 2030. Das Bundesland verfolgt damit das Ziel, Forschung, Industrie und Anwendung im Bereich Wasserstofftechnologien stärker miteinander zu vernetzen. Neben der Einbettung in das bestehende Wasserstoff-Ökosystem Oberösterreichs, wurde Enns aufgrund der leistungsfähigen Energie- und Logistikinfrastruktur und der unmittelbaren Nähe zu industriellen Anwendern gewählt.

Bildhinweis: 

Von Links nach Rechts: Volker Fuchs, CEO & Eigentümer Test-Fuchs Gruppe, Horst Bischof, Rektor TU Graz, Thomas Stelzer, Landeshauptmann Oberösterreich, Karin Tausz, Geschäftsführerin FFG, Gisele Amancio, CEO & Business Director HyCentA, Markus Achleitner, Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Oberösterreich, Christian Deleja-Hotko, Bürgermeister Enns, Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer UAR. 

Foto: Oberösterreichische Landesregierung.