Wien richtet drittes Ministertreffen zum Südkorridor aus

Nach Rom (Jänner 2025) und Algier (Oktober 2026) findet das dritte Ministertreffen zum SoutH2 Corridor in Wien statt, wie das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) am 19. Oktober bekanntgab. Auf Anfrage von energate nannte das Ministerium das zweite Halbjahr 2027 als Zeitraum; der genaue Termin wird noch mit den Partnerstaaten Algerien, Tunesien, Italien und Deutschland abgestimmt.

Der rund 3.000 Kilometer lange SoutH2 Corridor soll Nordafrika über Italien und Österreich mit Deutschland verbinden und überwiegend bestehende Erdgasleitungen nutzen. Laut den beteiligten Fernleitungsnetzbetreibern könnte er mehr als vier Millionen Tonnen Wasserstoff pro Jahr transportieren, in Betrieb gehen soll er im Laufe der 2030er-Jahre. Den österreichischen Teil bilden Projekte von Gas Connect Austria und TAG.

Beim Treffen in Algier stand das Zusammenspiel von Produktion, Transport und industrieller Nachfrage im Mittelpunkt. Auf der Erzeugungsseite untersucht das Projekt ALTEH2A (Algeria to Europe Hydrogen Alliance), an dem Unternehmen aus Algerien, Deutschland, Italien und Österreich beteiligt sind, darunter Verbund, die Wasserstofferzeugung in Algerien und den Transport nach Europa. Auf der Abnehmerseite organisiert die Offtaker Alliance die Nachfrage von Industrieunternehmen aus Österreich, Deutschland und Italien. Damit sollen die Voraussetzungen für Investitionen und langfristige Lieferbeziehungen entstehen. Zum Ministertreffen in Algier und zur Energiepartnerschaft Österreich-Algerien: Wasserstoff-Südkorridor: Ministertreffen in Algier und bilaterale Energiepartnerschaft