Elektrolyseure in Österreich
Mit Stand Juni 2026 sind in Österreich Elektrolyseure mit einer Gesamtleistung von 35,2 Megawatt (el) installiert.
Die folgende Übersicht an Elektrolyseuren basiert auf einem Monitoring von HyPA. Sollte uns eine in Betrieb befindliche oder geplante Anlage entgangen sein, freuen wir uns über eine Mail an office(at)hypa.at.
Elektrolyseure in Betrieb (Stand Juni 2026)
- Im Projekt wird von der Kelag Wasserstoff produziert, der zu 60% zur Betankung der neuen Wasserstoff-Busflotte in Kärnten dient. Abwärme und Sauerstoff sollen mitverwertet werden.
- Insgesamt 3 MW PEM-Elektrolyseure am Standort Arnoldstein. Seit 2026 in Betrieb.
- https://presse.kelag.at/news-kelag-eroeffnet-kaerntens-erste-wasserstoffproduktion-fuer-den-nahverkehr?id=240270
- Plansee kooperiert mit Linde um eine H2-Produktion für die eigene pulvermetallurgischen Industrie aufzubauen.
- 4 MW Alkali-Elektrolyseur seit 2025 in Reutte (Tirol) in Betrieb.
- www.plansee.com/de/unternehmen/news/2023/co2-freier-wasserstoff.html
- In diesem über den Klima- und Energiefonds im Rahmen der FTI-Initiative „Vorzeigeregion Energie“ geförderten Projekts wird Wasserstoff für die Chipherstellung von Infineon in Villach bereitgestellt.
- Seit 2025 ist ein 2 MW PEM-Elektrolyseur in Villach (Kärnten) in Betrieb. Die Produktionskapazität beträgt 800 kg H2 pro Tag.
- www.linde-gas.de/shop/de/de-ig/nachhaltige-wasserstoffversorgung-villach
- In dem zweiten Teil des über FFG und KPC gefördertem Projekt, wurde in der Raffinerie in Schwechat ein Elektrolyseur eingebaut um Wasserstoff zur Hydrierung von biobasierten und fossilen Kraftstoffen bereitzustellen.
- 10 MW Elektrolyseurleistung seit 2025 in Schwechat (Niederösterreich) in Betrieb.
- https://www.wiva.at/project/uphy/
- Gemeinsam von Wien Energie und Wiener Netze wurde eine Wasserstoffproduktion am Campus Wiener Netze in Simmering aufgebaut, die hauptsächlich Wasserstoff für Mobilität bereitstellt.
- 3 MW PEM-Elektrolyseur seit 2024 in Simmering (Wien)
- www.wienenergie.at/pressrelease/erste-wiener-erzeugungsanlage-fuer-gruenen-wasserstoff-nimmt-betrieb-auf/
- Bei dem ebenfalls vom Klima- und Energiefonds geförderte Nachfolge Projekt von Underground Sun Conversion wird Wasserstoff in einer unterirdischen Gaslagerstätte gespeichert, der dann in Zeiten von geringen Angebot an grünem Strom aus PV und Wind (Winterhalbjahr) wieder genutzt werden kann.
- 2 MW PEM seit 2023 in Gampern (Oberösterreich) in Betrieb
- www.uss-2030.at
- Das Projekt wurde von der EU über die Clean Hydrogen Partnership und von dem Schweizer Staat finanziert. Der Elektrolyseur soll zum Netzausgleich dienen und versorgte den Lebensmittelnahversorgers MPREIS mit Wasserstoff. Im Jahr 2025 wurde die Übernahme durch Tyczka Hydrogen veröffentlicht.
- 3,2 MW Druck-Alkali-Elektrolyseur seit 2023 bei Völs (Tirol) in Betrieb.
- www.demo4grid.eu
- Das Projekt mit dem Konsortium um die Energie Steiermark wird über die Vorzeigeregion WIVA P&G des Klima- und Energiefonds gefördert. Der produzierte Wasserstoff wird direkt genutzt (mit Trailer an Industriebetrieb geliefert sowie an der Wasserstofftankstelle verfügbar) oder in einer Methanisierungsanlage, die an eine Biogasanlage angeschlossen ist, zu Methan verarbeitet und in das Gasnetz eingespeist.
- 1 MW PEM-Elektrolyseur seit 2022 in Gabersdorf (Steiermark) in Betrieb
- https://www.klimafonds.gv.at/projekt/renewable-gasfield/
- Am Firmenstandort der SAN Group wurde von Fronius ein „SolHub“, eine H2-Tankstelle mit integriertem Elektrolyseur, gebaut.
- 0,3 MW PEM-Elektrolyseur seit 2022 in Herzogenburg (Niederösterreich) in Betrieb
- www.san-group.com/news/san-group-builds-first-green-hydrogen-production-facility-in-lower-austria
- Österreichs bislang einzige AEM-Elektrolyse (Anionenaustauschmembran-Technologie). Die AEM-Elektrolyse ist eine Mischform aus PEM-Elektrolyse und der alkalischen Elektrolyse.
- Das Projekt wurde im Projekt HySnow aufgebaut und wird aktuell im vom Klima- und Energiefonds geförderten Projekt HyFleet weiterbetrieben.
- Die Anlage steht auf 1.300 m Seehöhe und hat eine Leistung von 0,1 MW.
- https://www.klimafonds.gv.at/themen/bewusstseinsbildung/serviceseiten/zem/hyfleet-wasserstofftechnologie-fuer-emissionsfreie-fahrzeugflotten/
- Ein von FFG und dem Fuel Cell Hydrogen Joint Undertaking (FCHJU) gefördertes Forschungsprojekt von Verbund, TU Graz und Sunfire. Es wurde ein reversibles Elektrolyse-/ Brennstoffzellensystem am Kraftwerksstandort Mellach errichtet.
- 150 kW SOEC seit 2020 in Mellach (Steiermark) in Betrieb
- https://www.verbund.com/de-at/geschaeftskunden/industrie/gruener-wasserstoff/projekte
- Ein Projekt von VERBUND, voestalpine und Siemens Energy und weiteren Partnern zum Bau eines 6 MW PEM Systems für das Stahlwerk der voestalpine in Linz. Gefördert über das Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking.
- 6 MW PEM-Elektrolyseur seit 2019 bei Linz (Oberösterreich) in Betrieb
- https://www.h2future-project.eu/
- Von der RAG Austria AG und einem hochkarätigen Konsortium errichtet im Rahmen eines vom Klima- und Energiefonds geförderten Leitprojektes. Wasserstoff und CO2 werden in eine unterirdische Erdgaslagerstätte gebracht, wo vorhandene Mikroorganismen das Gemisch zu Methan umwandeln sollen.
- 0,5 MW Alkalischer Elektrolyseur seit 2018 bei Pilsbach (Oberösterreich) in Betrieb
- https://www.underground-sun-conversion.at/
Elektrolyseure in Planung bzw. im Bau (Stand Juni 2026)
- Ursprünglich wurden 60 MW Elektrolyseurleistung von LAT Nitrogen und Verbund für die Ammoniakproduktion in Linz geplant.
- Das Projekt wurde von den beiden Projektpartnern am 10.09.2025 gestoppt.
- www.verbund.com/de/konzern/news-presse/presseaussendungen/2025/9/10/gramli
- In dem über den Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms "Vorzeigeregion Energie" geförderten Projekt soll aus CO2 und H2O mithilfe einer Hochtemperatur-Elektrolyse und einer Fischer-Tropsch-Synthese synthenthische Kraftstoffe hergestellt werden. Die Anlage soll dabei ungefähr 20.000 L Syncrude (Diesel/Waxe/Naphtha) pro Jahr produzieren.
- Als Nachfolgeprojekt von IFE sind 0,2 MW Co-SOEC geplant für 2026.
- www.wiva.at/project/hipoliq/
- Im Nordburgenland soll in der ersten Phase eine Elektrolyseurleistung von 60 MW aufgebaut werden. Diese soll in Folge auf bis zu 300 MW erweitert werden.
- siehe Geschäftsbericht Burgenland Energie 2022/23
- TINEXT und INNIO errichten in einem gemeinsamen Projekt eine Elektrolyseanlage zur Wasserstoffversorgung des INNIO-Standorts Jenbach.
- Die 2 MW-Anlage soll 2025 in Betrieb genommen werden.
- https://www.tinext.at/geschaeftsfelder/wasserstoff/projekte/p2x-jenbach/
- Großes Elektrolyseprojekte von OMV um die Raffinerie Schwechat per Pipeline mit Wasserstoff zu versorgen.
- 140 MW für Q4 2027 geplant, Standort ist Bruck an der Leitha, nahe dem Umspannwerk Sarasdorf
- https://new.omv.com/de/expertise/fuels-and-feedstock/gruener-wasserstoff/investition-in-eine-gruene-zukunft
- Wasserstoff-Elektrolyse-Testzentrum am TU Graz-Campus Inffeldgasse
- In dem Testzentrum wird die Wasserstoff-Erzeugung, der Transport und die Speicherung abgebildet. Dafür werden Elektrolyse-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1,6 bis 2,5 MW installiert.
- https://www.hypa.at/news/tu-graz-eroeffnet-elektrolyse-testzentrum
- Das Leitprojekt "Fossilfree4Industry" des Reallabors WEIZplus widmet sich dem Ausstieg der zahlreichen Industrie- und Gewerbebetriebe aus fossilen Energieträgern, insbesondere Erdgas, für die Prozess- und Raumwärmeversorgung im Umfeld der Städteachse Weiz und Gleisdorf.
- Geplant ist ein 8 MW Elektrolyseur mit einer Produktion von 1150 Tonnen pro Jahr in der Region Weiz (Steiermark)
- projekte.ffg.at/projekt/4849877
- Voestalpine plant gemeinsam mit Energie Steiermark Wasserstofff GmbH eine Wasserstoffproduktion die sowohl für die Stahlherstellung als auch mit einer Tankanlage für Mobilität verwendet werden soll.
- Geplant sind ein 20 MW Elektrolyseur mit einer Produktion von 2842 Tonnen pro Jahr bei Donawitz (Steiermark)
- www.hi2valley.com/de/projekt/
- Donau Chemie plant eine Wasserstoffproduktion zur Industrieversorgung für Wietersdorfer Alpacem, Treibacher Industrie und Fischer Edelstahlrohre Austria.
- Geplant ist ein 5 MW Elektrolyseur bei Brückl (Kärnten)
- An dem Energiewerk Graz, sollen an die Müllverbrennungsanlage zusätzliche Elektrolyseur-Kapazutäten gebaut werden.
- Geplant ist ein 3 MW Elektrolyseur mit einer Produktion von 450 Tonnen pro Jahr in Graz (Steiermark).
- www.hi2valley.com/de/projekt/
- Gemeinsam planen KELAG, Evonik Peroxid, RHI Magnesita und KNG-Kärnten Netz eine Wasserstoffproduktion aus Wasser-, Windkraft und PV. Evonik Peroxid und RHI Magnesita sind dabei die geplanten Abnehmer.
- Geplant ist ein 5 MW Elektrolyseur bei Villach (Kärnten)
- www.hi2valley.com/de/projekt/
- Die Linz AG will Wasserstoff für das HI2Valley-Projekt "H2Start Network" liefern. Der entstehende Sauerstoff soll in für die Abwasseraufbereitung genutzt werden.
- Geplant ist ein 10 MW Elektrolyseur mit einer Produktion von 840 Tonnen pro Jahr in Asten (Oberösterreich).
- https://www.hi2valley.com/de/projekt/
- Ausbau des Projekts Renewable Gasfield von Energie Steiermark Wasserstoff GmbH.
- Geplant ist ein Ausbau von 1,25 MW auf ingesamt 2,25 MW am Standort Gabersdorf (Steiermark).
- www.hi2valley.com/de/projekt/
- Die RAG Austria AG will die Wasserstoffproduktion für die Kopplung mit der Untertagesspeicherung ausbauen. In dem Projekt H2STO-UPAustria werden sind beide in Kombination geplant.
- Geplant sind 100 MW an Elektrolyseuren sowie Untertagesspeicher in Sattledt (Oberösterreich).
- www.h2inframap.eu
- Der Elektrolyseur ist Teil vom "PCI-Projekt H2Austria&Bavaria+Store" und soll gemeinsam mit einer Untertagesspeicherung betrieben werden.
- Geplant sind 100 MW für 2029 bei Mattighofen (Oberösterreich).
- www.rag-austria.at/kontakt/news/projekt-h2austriabavaria-store-electrolyser-erhaelt-pci-status-der-europaeischen-kommission-wichtiger-schritt-fuer-mehr-versorgungssicherheit
- Über den IF25 angekündigter Elektrolyseur der Wiener Wasserstoff GmbH.
- Geplant sind 5 MW
- https://climate.ec.europa.eu/eu-action/eu-funding-climate-action/innovation-fund/calls-proposals/if25-hydrogen-auction_en?prefLang=de&etrans=de
- In diesem über das WFöG geförderten Projekt, wollen Energie Steiermark und Wolfram Bergbau und Hütten AG gemeinsam Wasserstoff für die Wolframproduktion sowie für Netzeinspeisung herstellen.
- Geplant sind 5 MW in Bergla (Steiermark).
- e-steiermark.com/pressemitteilungen/25-millionen-euro-projekt-energie-steiermark-produziert-ab-2027-gruenen-wasserstoff-fuer-wolfram-ag
- In diesem über das WFöG geförderten Projekt, wollen Verbund und AustroCel gemeinsam Wasserstoff für die Methanolsynthese produzieren.
- Geplant sind 20 MW in Hallein (Salzburg).
- https://www.verbund.com/de/konzern/news-presse/presseaussendungen/2026/2/25/e-methanol-projekt-hallein
- Im Rahmen des Wasserstoffförderungsgesetzes (WFöG) wurde 2025 die Förderung von vier Projekten angekündigt. Neben UpHy Large (140 MW), hydrogen Hub Bergla (5 MW) und HyDi (20 MW) ist ein weiteres derzeit in Vertragsverhandlung mit der aws.
Der Leitfaden „Genehmigungen für die Herstellung von erneuerbarem Wasserstoff mittels Elektrolyse“ der Servicestelle Erneuerbare Gase bietet eine umfassende Orientierungshilfe im komplexen rechtlichen Rahmen für Wasserstoffprojekte in Österreich. Er erläutert die verschiedenen Arten der Wasserstoffproduktion, beleuchtet die rechtlichen Anforderungen sowie Genehmigungsverfahren und widmet sich spezifischen Fragestellungen wie Umweltverträglichkeit, Raumordnung und technischer Standards. Ziel ist es, Projektentwickler:innen und Behörden bei der sicheren und effizienten Planung und Genehmigung von Wasserstoffanlagen zu unterstützen. Link