Nachbericht WIVA & PG Jahrestagung
Am 05.05. und 06.05. fand die WIVA P&G Jahrestagung an der Montanuniversität Leoben statt. HyPA war durch den Beiratsvorsitzenden Wolfgang Anzengruber vertreten, der zum Abschluss des ersten Tages ein Kamingespräch mit hochrangigen Vertretern der Branche moderierte.
Vorstellung der Mitglieder und Projektupdates
Nach dem gemeinsamen Mittagsessen zum Auftakt, stellten sich sämtliche anwesende WIVA-Mitglieder kurz vor und gaben Einblicke in ihre Aktivitäten und Schwerpunkte. Im Anschluss wurden aktuelle Entwicklungen und Learnings aus zwei Projekten präsentiert. Das SuSteel Projekt, präsentiert durch das Projektkonsortium unter der Leitung von K1-MET, widmet sich der CO2-neutralen Stahlherstellung durch Wasserstoffplasma-Schmelzreduktion. Das Projekt HyGrid² wurde ebenfalls durch das Projektkonsortium vorgestellt, unter Leitung der Energie Steiermark. Das Projekt untersucht die Umstellung von Erdgaspipelines auf Wasserstoff, unter anderem durch Tests an einer ehemaligen Erdgasleitung. Beide Projekte thematisierten Schwierigkeiten und Erfolgserlebnisse, sowie (erste) Ergebnisse.
Kamingespräch und Exkursion
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Kamingespräch unter dem Motto Rethinking Hydrogen – Wie kann der Wasserstoffhochlauf eine kritische Größe erreichen?, moderiert durch den HyPA-Beiratsvorsitzenden Wolfgang Anzengruber. Teilnehmer waren Matthias Greiml (GF Energie Steiermark Wasserstoff GmbH), Markus Mitteregger (CEO RAG Austria AG), Matthias Pastl (Senior Vice President Group Public Affairs VOESTALPINE) und Horst Steinmüller (Obmann WIVA P&G). In der Diskussion wurde insbesondere die Relevanz eines Wasserstoff Startnetzes hervorgehoben. Betont wurde auch, dass alle Akteure Maßnahmen setzen müssen, auch wenn diese klein seien. Valleys fungieren dabei als Vorbild. Auch das Innovationspotenzial, das Wasserstoff für Österreich habe, solle mehr beachtet werden.
Mit Blick auf zukünftige Importkorridore wurde betont, dass eine Festlegung auf bestimmte Korridore aktuell nicht sinnvoll sei; vielmehr seien alle Routen relevant, insbesondere für Österreich als zukünftige Drehscheibe.
Nach einer Zusammenfassung durch WIVA P&G Geschäftsführerin Elvira Lutter wurde zum gemeinsamen Abendessen eingeladen. Am Folgetag konnte im Rahmen einer Exkursion das Forschungszentrum Wasserstoff und Kohlenstoff der Montanuniversität Leoben besichtigt werden.