RAG-Großelektrolyseprojekt erhält PCI-Status
Das Projekt “H2Austria & Bavaria + Store electrolyser” der RAG Austria wurde von der Europäischen Kommission als Project of Common Interest (PCI) eingestuft. Das Vorhaben ist Teil des grenzüberschreitenden Wasserstoffverbundes HI West und gehört damit zu den 100 Wasserstoff- und Elektrolyseinfrastrukturprojekten, die in der aktualisierten PCI-/PMI-Liste enthalten sind.
Mit dem PCI-Status unterliegt das Projekt den Regelungen der TEN-E-Verordnung, einschließlich beschleunigter Genehmigungsverfahren und der Möglichkeit, Fördermittel über die Connecting Europe Facility (CEF-Energy) zu beantragen.
Projektinhalt und Zielsetzung
Das Vorhaben umfasst die stufenweise Errichtung eines 100-MW-Elektrolyseurs im Westen Oberösterreichs und eine rund 26 Kilometer lange Leitung zum Grenzübergabepunkt Haiming/Burghausen in Bayern. Dort schließt das Projekt an ein bedeutendes Industriecluster an, auch als bayerisches Chemiedreieck bezeichnet, in dem aufgrund der chemischen und petrochemischen Produktionsstrukturen ein hoher potenzieller Wasserstoffbedarf besteht.
Über die neue Leitung sollen künftig sowohl in Österreich erzeugte Wasserstoffmengen an Abnehmer in Süddeutschland geliefert werden als auch – optional – in Bayern erzeugter Wasserstoff in Österreich gespeichert und bedarfsgerecht bereitgestellt werden.
Zwei Projektphasen
Das Gesamtvorhaben gliedert sich in zwei Ausbaustufen:
Phase 1 – PCI-Status bestätigt
- stufenweise Installation eines 100-MW-Elektrolyseurs
- Bau einer 26-km-Wasserstoffleitung ins bayerische Grenzgebiet
Dieser Teil ist in der PCI-Liste als genehmigungsfähiges Infrastrukturvorhaben anerkannt.
Phase 2 – PCI-Status angestrebt
- Errichtung eines unterirdischen Wasserstoffspeichers in unmittelbarer Nähe zum Elektrolyseur
- Größe abgestimmt auf die Elektrolyseleistung
Für diese zweite Phase wird ein gesonderter PCI-Antrag vorbereitet.